English
 HERPETOLOGIE IN VENEZUELA
Anden, Llanos und Maracaibobecken. Herpetologische Beobachtung
(23 Tage)

Orinoco CrocodyleTag 1. Caracas - Mérida.
Ankunft am Maiquetía International Airport, Caracas. Transfer nach Mérida. Empfang durch den Tourleiter. Einchecken im Hotel. Persoenliche Bekanntmachung von Fuehrern und Teilnehmern mit Moeglichkeit zum Besprechen individueller Interessen. Bildervorfuehrung der Orte und Arten, die man hoechstwahrscheinlich zu Gesicht bekommen wird.

Tag 2. Mérida - Maracaibo See.
Die Gruppe wird in die suedlichen Gefilde des Maracaibo Sees reisen, dem groessten See Suedamerikas und Venezuelas Hauptoelfoerderungsgebiet. Auf Erkundungsfahrten in den Mangrovenwaeldern werden wir auf grosse Populationen von roten Bruellaffen  (Alouatta senicula) und Kapuzineraeffchen(Cebus) stossen. Nicht zu uebersehen sind ausserdem die vielen verschiedenartigen Vogelkolonien mit Amazonas Papageien, Aras, grossen Rhaphastos Tukanen und einem der seltensten Voegeln Venezuelas, dem "Northern Screamer"(Chauna chavaria). Es ist so gut wie sicher rosa Flussdelphine  (Sotalia fluviatilis) um uns herumschwimmen zu sehen. Wesentlich seltener, aber nicht unmoeglich ist das karibische Manatee (Trichechus manatus) zu beobachten, eines der meistgefaehrdetsten Saeugetiere des Landes. Gruene Leguane (Iguana iguana) werden unsere staendigen Wegbegleiter bei allen Besuchen des Tieflands sein. Nachts wird es eine zusaetzliche Bootstour geben, wo wir erleben koennen wie die Tiere der Nacht aktiv werden. Dies ist die Zeit um Caimane (Caiman crocodylus fuscus), die Mangroven Boa (Corallus ruschenbergerii),  die Boa constrictor und endemische Froscharten wie zum Beispiel den Hyla vigilans zu beobachten.

Tag 3. Maracaibo Senke.
Wir werden eine Hacienda in der Savanne aufsuchen, die vornehmlich zur Viehzucht benutzt
Yellow Llanos Tree Frogwird. In den unzaehligen Lagunen werden wir ohne Probleme zwei Arten der Suesswasserschildkroeten entdecken koennen. Die eine, die in der Maracaibo Senke endemisch ist ( Rhinoclemys diademata) und die Andere, die in den Subtropen weit verbreitete Kinosternon scorpioides. Es gibt eine weitere Spezies, die endemisch in einer nahegelegenen Lagune ist, doch ist die Phrynops zuliae, wie ihr wissenschaftlicher Name lautet, schwer zu entdecken. In der Savanne gibt es ausserdem die rotfuessige Schildkroete, die Geochelone carbonaria genannt wird, diese Art ist in den letzten Jahren aufgrund unkontrollierter menschlicher Eingriffe immer seltener geworden. Wasserschlangen vom Genus Helicops wie auch andere Schlangen, die typisch fuer die Savanne sind, sind gut zu beobachten: Mastigodryas, Liophis melanotus, Spilotes pullatus, Oxybelis aeneus, Imantodes cenchoa, Leptodeira annulata sowie Leguane, Ameiva und Cnemidophorus Echsen, tagaktive Gonatodes Geckos... und viele andere Reptilien. In der Nacht und nahe an menschlichen Wohnstaetten trifft man auf Amerikas groesste Geckos, Thecadactylus rapicauda, und ihre Artgenossen Anurans, Bufo marinus, B. granulosus, Hyla crepitans, H. microcephala, Phrynohyas venulosa, Leptodactylus bolivianus, Pseudopaludicola pusilla, desweiteren den endemischen Pipa parva, und ausgewachsene Pseudis paradoxa. Dieses Gebiet ist ausserdem Heimat fuer andere, schwer zu findende Amphibien wie Ceratophrys calcarata und den Caecilian Nectocaecilia haydeeae.

Tag 4. Maracaibo Senke-Anden.
Nun wird es Zeit die alluviale Zone des Chama Flusses, wo wir Basiliskenechsen (Basiliscus basiliscus) und vielleicht Cocodrylus acutus beobachten koennen, aufzusuchen.  Ausserdem ist dies einer der besten Orte um den Suedamerikanischen Otter (Lontra longicaudis) zu sehen. Danach werden wir zu einer wichtigen Einflugspassage fuer Voegel, die aus Nordamerika kommen oder dorthin zurueckkehren, ziehen, wo es zur richtigen Zeit moeglich ist tausende Voegel verschiedenster Arten zu beobachten. Ausserdem ist dies der Lebensraum einer der schoensten und groessten Tarantelarten der Subtropen: Xenestis monstrosa. Spaeter werden wir in die Anden hinaufsteigen, wo wir den langsamen Uebergang in den Nebelwald in 1400 Metern Hoehe erleben werden. Dort werden wir Nachts auf die Suche nach Froeschen wie dem Hyla minuta, H. luteoocellata, H. crepitans; und Atractus Schlangen gehen werden. Mit ein wenig Glueck werden wir auch Onycophorans oder Peripatus das lebende Fossil, unter Baumstaemmen, Steinen und Geroell finden.

Tag 5. Anden.
 Morgens werden wir weiterhin beobachten. Wenn wir nach Mérida zurueckgekehrt sind, werden wir eine Hacienda im Kolonialstil besuchen, wo wir die alten Verarbeitungsmethoden fuer Kaffee sehen koennen, der lange Zeit das wichtigste oekonomische Gut dieser Region war. In die Anden werden wir zu Pferde, durch das trockene Tal des Chama Flusses zurueckkehren, wobei wir Pausen einlegen werden um die dortige Fauna in dem Wald grosser Kakteen zu beobachten. Die Chancen stehen dort gut auf  Micurus meridensis,  Drymarchon corais melanurus, Pseudoboa neuwiedii, Crotalus sp., gruene Leguane, Ameiva bifrontata und Cnemidophorus Echsen zu stossen. Dies ist ausserdem ein ort, wo der kleine Ameisenbaer (Tamandua mexicana) kein seltener Anblick sind. Schliesslich uebernachten wir im friedlichen und malerischen Mérida, der Andinen Hauptstadt unter Berggipfeln von ueber 5000 Metern (15000 ft) Hoehe, die ganzjaehrig mit Schnee bedeckt sind.

Tag 6. Anden.
Es steht ein Besuch der Seilbahn Teleférico de Mérida an, der laengsten (12 ½ Km) und hoechsten (4765 m) Seilbahn der Welt. Waehrend der Fahrt kann man vier verschiedene Oekosysteme sehen.
1. den Nebelwald, 2. den Niedrigen Hochgebirgswald, 3. die Páramo, und 4. den "andinen Nebelguertel". Nachdem wir den Gipfel erreicht haben, werden wir uns in der Páramo umsehen. Danach geht es zurueck nach Mérida. Der Nachmittag steht frei fuer Aktivitaeten ihrer Wahl ( Shopping, Kino, Salsa und Merengue tanzen...). Optional ist ein Besuch des nahen, unberuehrten Nebelwaldes moeglich, wo sich unter den oertlichen Spezies Hyla jahni, Eleutherodactylus vanadisae, Gastrotheca nicefori und einige Glasfroesche (Centrolene und Hyalinobatrachium) befinden.

Tag 7. Anden.
Wir verlassen Mérida um den andinen Nebelwald zu erkunden, der unter Anderem der Lebensraum des Andensalamanders Bolitoglossa orestes ist. Danach fahren wir mit der Welt der Páramo fort, wo wir leise entlang zauberhafter und schoener Gletscherseen wandern und wo Páramo Hasen (Sylvilagus brasiliensis meridanus) und andines Wild (Odocoileus goudotti) leben. Dies ist der Lebensraum fuer Froesche, die in hoechstem Masse an die kalte Witterung angepasst sind,  Eleutherodactylus ginesi ( ein Ergebnis der Evolutionaeren Vermischung vom hochtepuanischen  Bufonid in den Stamm der Oreophrynella), E. lancinii, Colostethus leopardalis und Atelopus mucubajiensis. Diese letzte Spezies, genau wie viele andere venezolanische Kroetenarten, musste in der Vergangenen Zeit einen starken Populationsrueckgang verzeichnen, was so weit geht, dass Niemand in den letzten 5 Jahren ein lebendes Tier dieser Art gemeldet hat, daher fuerchten wissenschaftliche Gemeinschaften bereits, dass diese Art ausgestorben sein koennte. Eines unserer Ziele ist es, das Gebiet systematisch zu beobachten mit der Hoffnung ein Exemplar entdecken und melden zu koennen.

Tag 8. Anden.Elachistocleis ovalis
Wir werden mit unserer Erkundung in der Páramo fortfahren, wobei besonderes Interesse dem zerfallenden Stoff der Espeletias ( ein rosettenartiger Busch mit rechteckigen Blaettern die mit einem baumwollaehnlichen Stoff bedeckt sind. Sie waechst in den hohen Anden in Venezuela suedlich von Ecuador) gilt.  In diesen Pflanzen suchen einige Amphibien Schutz, sowie die Microteiids Anadia Echsen. Spaeter am Tag werden wir eine Chance haben die Einrichtung zur Erhaltung und Wiedereinfuehrung des andinen Condors (Vultur gryphus) zu besuchen und werden seinen Lebensraum erkunden um den beeindruckenden und majestaetischen Flug des groessten Vogels der Welt zu bewundern.

Tag 9. Anden.
Am Morgen werden wir uns mit einem Bad in einer heissen Quelle mit fantastischer Aussicht erfrischen und erholen. Wieder auf dem Weg entlang eines wilden Flusses an der Strasse stoppen wir um einen gefaehrdeten Vogel zu sehen, die Wildente (Merganetta armata colombiana). Ein praechtiger Nebelwald wird die Buehne fuer eines der grossartigsten Schauspiele der Subtropen sein, das Hochzeitsritual,der feuerroten, andinen "Cock-of-the Rock" Voegel (Rupicola peruviana). Zudem gibt es viele Amphibien und Reptilien worunter auch Micrurus mipartitus, Erythroplamprus bizona, Lampropeltis triangulum andesina... zu finden sind. Wir werden Zeugen des Reichtums an tagaktiven Mannophryne collaris

Tag 10. Anden, Los Llanos.
Besuch eines natuerlichen Bades, vor allem um zu schwimmen, doch ist es ausserdem ein hervorragender Platz um tagaktive Tiere zu beobachten. Fuer diejenigen, die mehr Abenteuerlust verspueren gibt es einen optionalen Rafting-Trip ( nicht im Preis enthalten). Bei unserer Weiterreise wird sich die Landschaft stark veraendern,  von Bergen hin zum savannenartigen Flachland, das sich aber stark von anderen Savannen unterscheidet. Dies ist das aussergewoehnlichste Gebiet der Llanos, ein grossflaechiges in der Regenzeit haeufig ueberflutetes Areal von fast 180.000 Km2 allein in Venezuela, wobei es sich zusaetzlich bis nach Kolumbien hinein erstreckt. Dort lassen sich vor allem Bufo marinus, B. granulosus, Pleurodema brachyops, H. microcephala, Leptodactylus macrosternum, aber auch viele andere Arten finden.

Tag 11. Anden.
Auf einem anderen Weg werden wir nun in die Anden zurueckkehren, wobei wir wieder in das Gebiet der Páramo kommen. Diesesmal werden wir uns vor allem auf die Suche nach Eleutherodactylus boconoensis, Colostethus humilis und einigen Centroleniden begeben. Die Nacht werden wir in einer Stadt des Kolonialstils verbringen.

Tag 12. Anden.
Die Beobachtung der lokalen Art der Aromobates nocturnus wird es uns ermoeglichen den groessten bisher bekannten Dendrobatiden (Myers et al., 1991) zu sehen. Diese Art ist einzigartig in der Anuran Familie, da sie nicht nur nachtaktiv, streng riechend und recht gross ist, sondern auch noch im Wasser lebt und Haeutchen an den hinteren Fuessen gebildet hat. Es wird angenommen, dass diese Spezies aehnliche Probleme wie andere untergehende Amphibien hat, daher werden wir diesen Fall genau studieren und Tag und Nacht nach dieser seltenen Art suchen.

Tag 13. Anden.
Weiter reisen wir in das Areal, in dem man gute Chancen hat auf Atelopus chrysocorallus zu stossen, die wahrscheinlich markanteste Spezies des Genus in Venezuela. Diese vom Aussterben bedrohte Spezies ist besonders auffaellig durch ihre Gruen-Rot-Gelbe Faerbung. Waehrend wir tagsueber nach ihr suchen werden, besteht in der Nacht die Moeglichkeit nach Froeschen zu suchen.

Tage 14-16. Westliche Llanos.
Wieder im Flachland werden wir uns dem von Zeit zu Zeit ueberfluteten Regenwald zuwenden, wo die Diversitaet an Anuran Arten sehr hoch ist ( mehr als 25 verschiedene), besondere Aufmerksam gilt dabei Phyllomedusa tarsius, P. hypocondryalis, Hyla lanciformis, Hyla boans, Lithodytes lineatus, Elachistocleis ovalis, Pipa pipa; und den vielen Reptilien der Region wie zum Beispiel Corallus hortulanus, C. caninus, Boa constritor, Epicrates cenchria maurus, several Colubrids, Bothrops venezuelensis und Coral Schlangen. In diesem Gebiet gibt es so viel zu entdecken und zu beobachten, das mindestens 2 Tage vonnoeten sind.

Tag 17. Llanos.
Auf der Weiterreise werden wir in Hato ( einer Ranch) Station machen, wo wir uns ausruhen und die Nacht wieder zum beobachten nutzen.

Tage 18-22. Llanos.
Die Llanos sind eines der Gebiete Suedamerikas mit der hoechsten Tierkonzentration, vergleichbar mit manchen Orten in Afrika ( wobei jedoch die starken Populationen grosser Saeugetiere fehlen). Dort werden wir mit den Llaneros zusammenarbeiten, einer Art venezolanischer Cowboys. Wir werden Pferde reiten und ihnen ein wenig bei ihrem Tagewerk helfen, wie Vieh treiben oder auch die Wasserschweine zaehlen. Unsere Begleiter aus der oertlichen Fauna werden die vielen Arten der Wasser- und Raubvoegel und vielleicht gelegentliche der Riesenameisenbaer (Myrmecophaga tridactyla) sein. Nachts lassen sich in flachen Lagunen mit Hilfe von Taschenlampen die Augen der Caimane (Caiman c. crocodylus) sehen. Ausserdem sind im Marschland und den Fluessen einige Schildkroeten zu finden, worunter auch die bizarre Mata-mata (Chelus fimbriatus) ist, Podocnemis vogli, P. unifilis und Arraus (P. expansa) welche in der Vergangenheit recht haeufig waren. Die groesste und beeindruckendste Schlange lebt hier, die Anakonda (Eunectes murinus gigas). Es ist moeglich sie dort zu aufzustoebern und hervorragende Fotos mit ihr zu schiessen. In den ruhigen Momenten ist das Angeln ein angenehmer und erfolgversprechender Zeitvertreib, denn es gibt viele essbare Fische, wie zum Beispiel Barsch (Cichla), Wels (Siluridae) und den gefuerchteten Piranha (Serrasalmus). Desweiteren sind die Fluesse Lebensraum von Suesswasserrochen (Potamotrygon) und den elektrischen Aalen (Electrophorus electricus), welche von den Einwohnern wesentlich mehr gefuerchtet werden als Piranhas. Auf Bootstouren sind farbenfrohe Voegel ein haeufiger Anblick, vor allem die roten Ibisse und die rosafarbenen Loeffelreiher sind dort zu sehen. Die legendaeren und verspielten Flussdelphine (Inia geoffrensis) werden uns oft begleiten und mit etwas Glueck werden die Rufe des Riesenotters (Pteronura brasiliensis) die Luft erfuellen...  Einige Anurane sind sehr haeufig, besonders Bufo marinus, B. granulosus, Pleurodema brachyops, H. microcephala, Leptodactylus macrosternum, Physalaemus pustulosus...
Andere Tiere, die man ohne grosse Schwierigkeiten sehen kann sind Bruellaffen (Alouatta), Kapuzineraeffchen (Cebus), Agoutis (Dasyprocta), Waldameisenbaeren (Tamandua tetradactyla), Fuechse (Cerdocyon thous), Weissschwanzwild (Odocoileus virginianus), Chgüires (Hydrochoerus hydrochaeris), mit ein wenig Glueck Ozelots (Leopardus pardalis) oder Yaguaroundi (Herpailurus yaguarondi), und mit etwas mehr Glueck soagr einen Puma (Puma concolor) oder Jaguar (Panthera onca).
 

Tag 23. Llanos-Caracas-Herkunftsland
Verabschiedungstreffen. Flug nach Caracas und zurueck in das Herkunftsland.


ARASSARI TREK  C.A. -  V.T. 2256
Mérida - Venezuela
Tel /Fax :  ++58   Cel. (0414) 7463569

http://www.arassari.com

E-mail:  arassari1@hotmail.com

Rif: j-30621040-7



ï zurueck zur Titelseite